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Mit einem digitalen Röntgengerät der neuesten Generation erhält man gestochen scharfe Bilder von Zähnen und Kiefer
 

Digitale Röntgengeräte der neuesten Generation sind ein weiterer Fortschritt der Medizintechnik, der sowohl Patienten wie auch Zahnärzten das Leben erleichtert.
Die strahlungsarmen Geräte mit Speicherfolientechnik lassen eine genauere Diagnose zu und eröffnen so bessere Therapiemöglichkeiten.

Von Dr. Lena Kertag
 
 
 

Schon Intraoralkameras waren für Patienten ein echter Gewinn

Im Gegensatz zu älteren Praktiken (Sondierung mit einer Sonde) waren die Aufnahmen schmerzfrei und lieferten gute Diagnosen bei Karies. Doch für andere Befunde musste und muss nach wie vor geröntgt werden.
Nun ist zwar auch Röntgen eine schmerzfreie Prozedur, doch die Strahlenbelastung war immer ein heikles Thema. Digitale Röntgengeräte der neuesten Generation bieten nun mehrere Vorteile: schnellere Verfügbarkeit, reduzierte Strahlenbelastung und qualitativ bessere Bilder.
Digitale Röntgensysteme gibt es seit gut 25 Jahren, allerdings war früher die Sensortechnik vorherrschend. Die neueste Generation der Röntgengeräte arbeitet hingegen mit hoch auflösender Speicherfolientechnik. Die durch den Knochen tretende reduzierte Röntgenstrahlung wird mit einer Speicherfolie gemessen und in digitale Signale umgewandelt. Die Bilder werden im PC gespeichert und können sofort angeschaut werden.
Eine Fehlbelichtung der Aufnahme bzw. eine dadurch notwendige Wiederholung entfällt. Das digitale Röntgen liefert zudem gestochen scharfe Bilder, die man beliebig auf PC, Laptop oder iPad vergrößern (und z.B. durch Aufhellung oder Kantenschärfung auch bearbeiten) kann. Und: Im Vergleich mit älteren Geräten beträgt die Röntgenstrahlung nur noch 30 Prozent. Im Gegensatz zum analogen, konventionellen Röntgen entfällt zudem die Entwicklung von Filmen und damit die Entsorgung von umweltschädlicher Entwicklerflüssigkeit.
 
 

Genaue Diagnose als Basis für eine biokompatible ästhetische Zahnsanierung

Die neuesten digitalen Röntgengeräte lassen eine weitaus exaktere Diagnose in Bezug auf Wurzeln, Wurzelkanäle, undichte Kronenränder, Kieferknochen etc. zu. Beispielsweise sind bei parodontal geschädigten Zähnen die Zahnfleischtaschen viel plastischer zu sehen als auf normalen Röntgenbildern. Durch die höhere Bildqualität können Zahn-, Zahnfleisch- und Kieferschäden besser beurteilt werden, die ästhetische Sanierung gelingt auf diese Weise besser, und auch für die Zusammenarbeit mit einem zahntechnischen Labor ist digitales Röntgen von Vorteil.
 
 

Anregung zur Zahnprophylaxe

Auch wenn die Diagnose- und Therapiemethoden in der Zahnmedizin immer ausgefeilter werden:
Am besten lässt man es gar nicht so weit kommen und sucht frühzeitig den Zahnarzt auf.
Das A und O für gesunde Zähne ist die regelmäßige Professionelle Prophylaxe. Da man mit digitalem Röntgen den Patienten die Bilder ihrer Zähne (und Zahnschäden) sofort zeigen und erklären kann, leistet diese Technik auch einen Beitrag zur Compliance – und zur Einsicht von Patienten in die Wichtigkeit der Zahnhygiene.
 

Mit einem digitalen Röntgengerät der neuesten Generation erhält man gestochen scharfe Bilder von Zähnen und Kiefer Mit einem digitalen Röntgengerät der neuesten Generation erhält man gestochen scharfe Bilder von Zähnen und Kiefer Mit einem digitalen Röntgengerät der neuesten Generation erhält man gestochen scharfe Bilder von Zähnen und Kiefer
Mit einem digitalen Röntgengerät der neuesten Generation erhält man gestochen scharfe Bilder von Zähnen und Kiefer.

 

Ästhetische Sanierung: Unschöne Kronenränder bei den Schneidezähnen Ästhetische Sanierung:
Unschöne Kronenränder bei den Schneidezähnen
und sanierte Schneidezähne mit perfekt passenden Kronen und sanierte Schneidezähne mit perfekt passenden Kronen.

Fotos: Dürr Dental AG, Dr. Ilse-Phil Weber
 
 


 

Das Interview zum Thema

TopFit 2013-04- Abb02
Dr. med. dent. Ilse-Phil Weber betreibt seit 1992 eine Praxis für ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und Ästhetik in München-Sendling (Kassen und privat). Sie ist auch in Homöopathie und in Akupunktur ausgebildet und qualifiziertes Mitglied der GZM (Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e.V.).
Laufend Fortbildungen in zahnärztlicher Naturheilkunde und ästhetischer Zahnmedizin (u.a. in Hamburg, Berlin, Würzburg, New York und Las Vegas). Frau Dr. Webers Schwerpunkte sind ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und vor allem ästhetische metallfreie Restaurationen. Sie ist qualifiziert in Umweltzahnmedizin und zertifiziert in ästhetisch-biologischer Falten- und Papillenunterspritzung bei Lippen und Mund.
 
Infos: www.zahnarztpraxis-dr-weber.de
 
 

Frau Dr. Weber, Sie setzen digitale Röntgengeräte der neuesten Generation ein. Was sind die Vorteile?

Dr. Weber: Es gibt eine ganze Palette an Vorteilen. Die Geräte sind kleiner, die Röntgenstrahlung ist erheblich geringer. Auch die Bilder sind schärfer und können ganz nach Belieben vergrößert oder auch vom Kontrast her bearbeitet werden, sodass in vielen Fällen eine genauere Diagnose möglich ist.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bilder sofort verfügbar sind. In unserer Praxis übertragen wir sie auf Laptop oder iPad. Der Patient kann sie darauf sofort anschauen und gut erkennen, wie es um seine Zähne steht. Man kann Patienten dann leichter erklären, warum etwa bestimmte Behandlungsmaßnahmen notwendig sind. Zudem fördert dies bei Patienten oft auch die Einsicht, die Zahnhygiene ernster zu nehmen und Termine zur Professionellen Zahnprophylaxe akribisch einzuhalten.
 
 

Stichwort »Professionelle Prophylaxe«
— welche Rolle spielt sie bei Ihnen als ganzheitlicher Zahnmedizinerin?

Dr. Weber: Prophylaxe ist enorm wichtig — zum Erhalt der eigenen Zähne und auch der allgemeinen Gesundheit.
In unserer Praxis werden nicht allein Zähne, Zunge und Wurzelansatz gereinigt, sondern wir führen auch Speicheltests durch, mit denen schädliche Bakterien und Metallreizungen im Mund festgestellt werden. Alle Zahnmaterialien werden auf ihre Verträglichkeit hin überprüft. Wir legen Wert auf biokompatible, für Allergiker geeignete Komposite für Füllungen sowie Vollkeramik bei Kronen, Brücken und Inlays. Des Weiteren gehört bei uns auch die Stärkung der Selbstheilungskräfte zur Prophylaxe.
Mit Spezialtests lassen sich spezifische Immunreaktionen aufzeigen. So kommt man frühzeitig Zusammenhängen von Zahnproblemen und körperlichen Beschwerden auf die Spur.
 
 

Sie sind bekannt für ästhetische Sanierungen.
Sind Gesundheit und Ästhetik gleichwertig?

Dr. Weber: Sie gehören zusammen.
Zunächst geht es um (Zahn-)Gesundheit, doch gleich danach um eine sowohl biokompatible als auch ästhetisch ansprechende Sanierung. So ermöglichen etwa neue antiallergene Komposite ganz erstaunliche Ergebnisse bei maximalem Erhalt von Zahnsubstanz.
Wir können die Natur mittlerweile fast perfekt nachahmen — und auch unschöne Zähne schön machen.
 
 


 
Digitales Röntgen und ästhetische Sanierung

(TopFit 4/2014, Jg. 14, S. 16)

 

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Die gesamten Ausgaben des Gesundheits-Magazins TopFit finden Sie auf deren Website unter www.topfit-gesund.de)

 
 

 

TopFit 2014-03 image04  

Die Zahnmedizin bietet immer bessere Diagnosegeräte und Therapiehilfen.
Dank dieses Fortschritts werden früher unangenehme Eingriffe einfacher bzw. sogar schmerzfrei.
Auch der Zusammenhang zwischen kranken Zähnen und anderen körperlichen Beschwerden oder Erkrankungen, den ganzheitliche Zahnmediziner seit jeher berücksichtigt haben, tritt immer klarer zutage — entscheidende Vorteile für Zahnärzte und Patienten.

Von Dr. Lena Kertag

 
 
Kennen Sie das schmerzhafte, zumindest unangenehme Gefühl, wenn der Zahnarzt mit Sonde und Spiegel die Zähne und Zahnhälse auf Karies untersucht? Das ist Medizintechnik von gestern. Seit einiger Zeit gibt es dafür mit LEDLeuchten ausgestattete Intraoralkameras. Die erst bei wenigen Zahnmedizinern gebräuchlichen Kameras zeigen – völlig schmerzfrei – Karies durch rote Verfärbungen auf den Bildern an. Das Verfahren ist sicher, es macht zudem viele Röntgenaufnahmen zur weiteren Abklärung von Karies überflüssig.
 
 

Keine Angst vor Strahlen

Intraoralkameras sind für Patienten ein echter Gewinn bei der Diagnose von Karies. Doch wenn es um mehr als Karies geht, muss bisweilen geröntgt werden. Neueste digitale Röntgengeräte lassen mittlerweile eine weitaus bessere Diagnose in Bezug auf Wurzeln und Kieferknochen zu. Beispielsweise sind bei parodontal geschädigten Zähnen die Zahnfleischtaschen viel plastischer zu sehen als auf normalen Röntgenbildern.
Und: Die Röntgenstrahlung dieser Geräte beträgt nur noch 30 Prozent im Vergleich mit einer alten Aufnahme.
 
 

Natürliche Zahnregulierung

Ganzheitliche Zahnmediziner kennen zahlreiche Symptome des Zusammenspiels von Zähnen und Organen bzw. bestimmten körperlichen Beschwerden.
Beispielsweise plagen sich viele Menschen jahrelang mit Kopf-, Nacken und/oder Rückenschmerzen herum, ohne zu wissen, dass ein Fehlbiss daran schuld ist. Dieser kann schmerzfrei mit einer Bissführungsschiene korrigiert werden.
Kleinere kieferorthopädische Korrekturen, etwa bei Zahnfehlstellungen, benötigen dagegen nicht unbedingt auffällige Schienen, Zahnspangen oder gar einen chirurgischen Eingriff. Mittlerweile gibt es spezielle flexible Schienen (Aligner- Schienen), die fast unsichtbar auf Ober- und Unterkieferzähnen sitzen (siehe Bild oben) und etwa alle drei Wochen neu angepasst werden. Die Zähne werden so durch sanfte Druckausübung allmählich in die richtige Position geschoben – die natürlichste Zahnregulierung überhaupt.
 
 

Biokompatibel und ästhetisch

Auch wenn die Methoden immer ausgefeilter werden: Am besten lässt man es gar nicht so weit kommen und sucht frühzeitig den Zahnarzt auf.
Das A und O für gesunde Zähne ist die regelmäßige Professionelle Prophylaxe. Sind Zähne schon geschädigt (oder unschön), so kann man heute auf vielfältige Weise korrigieren bzw. sanieren.
Damit die »Reparatur« nicht zu Folgeschäden führt, sollten verwendete Materialien biokompatibel sein. Diese sind nicht nur verträglich, sondern auch ästhetisch ansprechend.
 
 

Fehlstellung der Schneidezähne im Unterkiefer (oben) Fehlstellung der Schneidezähne im Unterkiefer (oben)
und normale Zahnstellung (Mitte) und normale Zahnstellung (Mitte)
nach der Behandlung mit einer flexiblen Aligner-Schiene (Harmonie-Schiene®, unten). nach der Behandlung mit einer flexiblen Aligner-Schiene (Harmonie-Schiene®, unten).

 

TopFit 2014-03 image04 Flexible HarmonieSchienen® sind nahezu unsichtbar (links Zähne ohne, rechts Zähne mit Schiene).
Fotos: Orthos Fachlabor für Kieferorthopädie GmbH & Co. KG

 
 


 

Das Interview zum Thema

TopFit 2013-04- Abb02
Dr. med. dent. Ilse-Phil Weber betreibt seit 1992 eine Praxis für ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und Ästhetik in München-Sendling (Kassen und privat). Sie ist zusätzlich in Homöopathie und in Akupunktur ausgebildet und qualifiziertes Mitglied der GZM (Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e. V.). Laufend Fortbildungen in zahnärztlicher Naturheilkunde und ästhetischer Zahnmedizin (u. a. in Hamburg, Berlin, Würzburg, New York und Las Vegas). Frau Dr. Webers Schwerpunkte sind ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und vor allem ästhetische metallfreie Restaurationen. Sie ist qualifiziert in Umweltzahnmedizin und zertifiziert in ästhetisch-biologischer Falten- und Papillenunterspritzung bei Lippen und Mund.
 
Infos: www.zahnarztpraxis-dr-weber.de
 
 

Frau Dr. Weber, auf was achten Sie als ganzheitliche Zahnmedizinerin?

Dr. Weber: Ganzheitliche Zahnmedizin beschäftigt sich, wie der Name sagt, mit dem ganzen Menschen und betrachtet Zähne nicht isoliert. Denn jeder Zahn gehört zu einem Organ. Hinzu kommt die Erkenntnis, dass die Auslöser vieler akuter und chronischer Erkrankungen im Mund liegen. Unbestritten ist mittlerweile, dass die Zahngesundheit direkt mit der Gefäßgesundheit zusammenhängt.
Auch gibt es neueste Forschungen darüber, dass Patienten mit Parodontitis eine höhere Krebserkrankungsrate aufweisen. Dentalhygiene ist daher sowohl allgemeine Gesundheitsprophylaxe als auch Krebsprävention.
 
Übrigens: Viele Patienten berichten mir, dass sie sich nach der Zahnbehandlung auch körperlich besser fühlen.
 
 

Warum legen Sie besonders viel Wert auf die Professionelle Prophylaxe?

Dr. Weber: In unserer Praxis werden nicht allein Zähne, Zunge und Wurzelansatz gereinigt, sondern wir führen auch Speicheltests durch, mit denen schädliche Bakterien und Metallreizungen im Mund festgestellt werden. Alle Zahnmaterialien werden auf ihre Verträglichkeit hin überprüft. Wir legen Wert auf biokompatible, für Allergiker geeignete Komposite für Füllungen sowie Vollkeramik bei Kronen, Brücken und Inlays.
Des Weiteren gehören bei uns auch Stärkung der Selbstheilungskräfte oder z. B. eine Lymphdrainage zur Prophylaxe.
Mit Spezialtests lassen sich spezifizische Immunreaktionen, etwa bei Parodontitis, aufzeigen. So kommt man frühzeitig Zusammenhängen von Zahnproblemen und körperlichen Beschwerden auf die Spur. Manchmal sind gar nicht die Zähne schuld, sondern ein Entzündungsherd im Körper oder einfach eine minimale Beinlängendifferenz, die zu einem Fehlbiss mit Beschwerden führt.
 
 

Stichwort »Metallfreiheit« — wie wichtig ist eine Sanierung?

Dr. Weber: Die auf den Patienten zugeschnittene Amalgam- und Metallausleitung hat einen hohen Stellenwert. Denn zunächst geht es um Zahngesundheit und allgemeine Gesundheit, die durch verschiedene Metalle beeinträchtigt wird. Bei der anschließenden metallfreien Zahnsanierung stehen schonende Verfahren an erster Stelle. Mit minimalinvasiven Verfahren und biokompatiblen Materialien erzielen wir sowohl funktionsverbesserte Lösungen als auch ästhetisch hervorragende Ergebnisse.
 
 


 

Sichere Diagnose, ästhetische Sanierung

(TopFit 3/2014, Jg. 14, S. 16)

 

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Ganzheitlich ästhetische Zahnmedizin – Prophylaxe und Schienentherapien
 
Prophylaxe und Schientherapien
 

Stress ist das große Thema unserer Zeit – Stress wirkt sich auch auf die Gesundheit unserer Zähne aus. Deshalb ist Vorsorge so wichtig. Doch nicht nur die Zähne können sich bei Stress schneller abnutzen, sondern dies kann auch Auswirkungen auf ganz andere Bereiche unseres Körpers haben. Nur wenige Stressgeplagte wissen, dass man hier manchmal mit einfachen mechanischen Mitteln Abhilfe schaffen kann.

Von Dr. Lena Kertag

 
 
 
 

Stress ist eine Anspannungsreaktion des Körpers.

Nicht genug, dass wir unsere Zähne schon auf natürlichem Weg infolge der Kauleistung unserer Zähne abnutzen. Oft kommen noch Stressoren wie Nikotin, Medikamente, säurehaltige Speisen und Getränke etc. hinzu. Längerfristiger Stress kann nicht nur zu psychischen Erkrankungen führen, sondern er erhöht Blutdruck, Puls, Blutzuckerspiegel und stört Durchblutung und Verdauung. Vermindert wird hingegen die Immunabwehr. Dies kann sich auf die Zahngesundheit auswirken. Bei Verdauungsstörungen verändert sich der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers. Der Speichel wird dadurch sauer, was zu Karies und Erosion der Zähne führen kann. Kommt noch eine Belastung durch säurehaltige Nahrungsmittel hinzu, werden Zahnschmelz und Zahnbein (Dentin) demineralisiert.
Doch auch Muskelverspannungen sind oft stressbedingt. Auf Stress reagieren auch die Gesichtsmuskeln und mit ihnen die Kaumuskeln. Dies kann zu einer Veränderung der Kiefersituation führen, zu Zähneknirschen, vermehrtem Zahnabrieb, aber auch zu Nacken- und Rückenschmerzen sowie Trigeminusneuralgien.
 
 

Mit Bissführungsschienen gegen Fehlbiss

Ganzheitliche Zahnmediziner kennen die Symptome. Viele Menschen plagen sich jahrelang mit Kopf- und Nackenschmerzen herum, ohne zu wissen, dass ihre Zähne eine Mitschuld tragen. Erst bei einer professionellen Zahnprophylaxe werden verfrühter Substanzverlust und Fehlbiss bemerkt.
Gegen nächtliches Zähneknirschen und vermehrten Zahnabrieb hilft eine speziell angepasste COPA-(Craniomandibulärer-Orthopädischer-Positionierungs-Apparat)-Schiene. Sie stellt die richtige Kaufunktion wieder her und beseitigt so auch oft chronische Schmerzen.
Wichtig ist hier allerdings Ursachenforschung. Ein Fehlbiss kann sich auch aufgrund anderer körperlicher Ursachen entwickeln, etwa nach einem Schleudertrauma, bei einer Beinlängendifferenz oder sogar bei falscher Atmung.
 
 

Schnarchtherapie mit Schienen

Schnarchen hat nicht unbedingt etwas mit Stress zu tun – er kann allerdings verstärkend wirken. Dies kann auch ein Fall für Zahnmediziner sein. Zunächst muss die Ursache ermittelt werden, ob es sich um eher »harmloses« Schnarchen handelt oder um eine obstruktive Schlafapnoe, also Schnarchen mit zeitweiligen Atempausen. Beide Formen haben eine verminderte Leistungsfähigkeit zur Folge.
Außer in schweren Fällen kann man hier oft mit einer Schnarchtherapie-Schiene helfen, die Zunge und Unterkiefer etwas nach vorn schiebt und dadurch den Rachenraum freihält.
 
 

Bissfürhungsschiene mit geschlossener Unterkieferfront (rechts) und offener Unterkieferfront (Aufmacherbild). Bissführungsschiene mit geschlossener Unterkieferfront
Prophylaxe und Schientherapien und offener Unterkieferfront.
Intraorales Zweischienen-System zur Schnarchtherapie. Intraorales Zweischienen-System zur Schnarchtherapie.
Fotos: Dr. Ilse-Phil Weber, Dr. Hinz KFO Labor

 
 


 

Das Interview zum Thema

TopFit 2013-04- Abb02
Dr. med. dent. Ilse-Phil Weber betreibt seit 1992 eine Praxis für ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und Ästhetik in München-Sendling (Kassen und privat). Sie ist zusätzlich in Homöopathie und in Akupunktur ausgebildet und qualifiziertes Mitglied der GZM (Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e.V.). Laufend Fortbildungen in zahnärztlicher Naturheilkunde und ästhetischer Zahnmedizin (u.a. in Hamburg, Berlin, Würzburg, New York und Las Vegas). Frau Dr. Webers Schwerpunkte sind ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und vor allem ästhetische metallfreie Restaurationen. Sie ist qualifiziert in Umweltzahnmedizin und zertifiziert in ästhetisch-biologischer Falten- und Papillenunterspritzung bei Lippen und Mund.
Infos: www.zahnarztpraxis-dr-weber.de
 
 

Frau Dr. Weber, was ist normal, wenn sich Zähne abnutzen, was nicht?

Dr. Weber: Mit zunehmendem Alter nutzen sich unsere Zähne auf mehr oder weniger natärlicher Weise ab. As beginnt übrigens bereits beim Zähneputzen. Es gibt jedoch einen Verlust an Zahnsubstanz, der viel früher einsetzt. Daran ist oft eine stressbedingte Abrasion schuld, etwa durch nächtliches Zähneknirschen und Fehlbiss, aber auch durch eine falsche Ernährung. Der ständige Genuss von säurehaltigem Essen und Getränken – von Orangen bis zu Cola und Wein – führt zu einer frühzeitigen Erosion der Zähne.
 
 

Wie gehen Sie gegen Fehlbiss vor?

Dr. Weber: Mit einer Bissschienentherapie – allerdings erst nach Klärung der Ursache. Ein Fehlbiss kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, u.a. etwa eine frühere Gebisssanierung, bei der sich ein Unterbiss entwickelt hat, oder das Fehlen von Seitenzähnen, Zähneknirschen, eine Beinlängendifferenz. Die Folgen sind oft Kopf-, HWS- und Rückenschmerzen. In unserer Praxis führen wir spezielle Tests durch, um die richtige Bisslage zu finden. Wichtig sind dabei u.a. der Muskeltest (Applied Kinesiology) und eine Analyse der Beinlängendifferenz sowie andere Abweichungen von der Körperstatik. Die neue Bisslage wird anschließend in Wachs fixiert, um die exakte Bisssituation in eine Schiene umzusetzen. Oft muss sie der Patient nur vier Wochen tragen, manchmal dauert es allerdings länger.
 
 

Sie bieten in Ihrer Praxis auch Scharchtherapie mit Schienen an. Wie funktioniert das?

Dr. Weber: Zunächst muss geklärt werden, ob der Patient ein Fall fürs Schlaflabor bzw. den Schlafmediziner ist. Es gibt schwere Formen des Schlafapnoe-Syndroms. Doch schon »harmloses« Schnarchen, für das wir zuständig sind, führt zu einem nicht-erholsamen Schlaf und mit der Zeit zu einer ernsten Schlaferkrankung. Deshalb sollte man hier unbedingt vorbeugen, zumal sich Schnarchen im Alter verstärkt. Nach einer Klärung der Ursachen für das Schnarchen kann man hier oft mit einer Schlarchschiene helfen. Solche Schienen schieben den Unterkiefer etwas nach vorn und halten so den hinteren Zungenraum im Rachen frei. Auf diese Weise wirken sie einer Muskelerschlaffung entgegen.

 
 


 
Prophylaxe und Schienentherapien

(TopFit 2/2014, Jg. 14, S. 14)

 

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TopFit 2014-01 Abb02
 

Galt früher die Kariesprophylaxe als Schwerpunkt der Zahnmedizin, ist es heute die Vorbeugung und Behandlung der Volkskrankheit Parodontitis. Die im Volksmund »Parodontose« genannte Entzündung und Zerstörung des Zahlhalteapparts breitet sich — trotz aller Aufklärung und Recalls — enorm aus.

Von Dr. Lena Kertag

 
 
Dass mit Zahnproblemen nicht zu spaßen ist, dass »schlechte Zähne« im Extremfall tödlich sind, war schon früher bekannt. Thomas Mann schrieb in den Buddenbrooks » . . . dass der Senator Thomas Buddenbrook an einem Zahne gestorben sei«. Heute ist der Zusammenhang zwischen Pardontis (PA) und Folgeerkrankungen wie erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes, Atemwegs- und rheumatische Erkrankungen nachgewiesen.
 
In diesem Zusammenhang sind die folgenden Zahlen erschreckend:
Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Mundgesundheit stellte fest, dass innerhalb der letzten acht Jahre bei der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen eine Steigerung der mittelschweren bis schweren Parodontitis von 64 auf 88 Prozent stattfand – doch nur zehn Prozent der Betroffenen unterziehen sich einer entsprechenden Behandlung. Dabei ist bei diesem Befund eine langfristige, eigentlich eine lebenslange Betreuung der Patienten erforderlich. Diese sogenannte UPT (unterstützende PA-Therapie) dient der Gesundherhaltung von noch nicht befallenem Gewebe und der rechtzeitigen Erkennung von Re- oder Neuinfektionen.
 

Unschöne freiliegende Zahnhälse bei PA (links) können mit Kompositen und einem Glasfaserverbund »geschient« werden (rechts).

Fotos: Dr. Ilse-Phil Weber


Unschöne freiliegende Zahnhälse bei PA (links) können mit Kompositen und einem Glasfaserverbund »geschient« werden (rechts).
 
 

Parodontitis und Periimplantitis

Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die zur Zerstörung des Zahnhalteapparats (Parodontium) führt. Von den etwa 500 Bakterienarten in der Mundhöhle sind allerdings nur einige wenige krankheitserregend, hier spielt auch das Immunsystem eine wichtige Rolle. Risikofaktoren für diesen entzündlichen Vorgang, der Gewebe zerstört, das Zahnfleisch zurückgehen lässt und letztlich zu Lockerung und Verlust der Zähne führt, sind u. a. Zahnbelag, (Zahnstein) eine verminderte Immunabwehr, Rauchen, aber auch Darmbelastung, Schwermetallvergiftung, Blasenschwäche, Mangelerscheinungen, Stress, Piercings u. a. Da sich immer mehr Patienten Implantate einsetzen lassen, tritt mittlerweile auch eine Variante der PA häufiger auf, die Periimplantitis, die den Verlust von Implantaten zur Folge hat.
 
Hinzu kommen altersbedingte Faktoren, etwa die Veränderung der Mundflora:
Speichelfluss und Mundtemperatur sinken, der Mund wird trockener. Vor allem durch Medikamenteneinnahme entsteht bei über 88 Prozent der über 55-Jährigen eine Wurzelkaries.
 
 

UPT — unterstützende PA-Therapie

Wichtigste Prävention bei bestehender PA ist ein enger Recall, etwa alle drei bis sechs Monate. Dabei erfolgt eine professionelle subgingivale Reinigung (der Zahnfleischtaschen). Dies dient nicht allein der Vorbegung und Behandlung der Parodontitis, sondern auf diese Weise soll verhindert werden, dass PA-Erreger und Toxine in den ganzen Körper streuen. In der ganzheitlichen Zahnmedizin kommt die Suche nach Alternativen hinzu: Ernähungsumstellung, homöopathische Antibiotika, spezielle Speicheltests u. ä. Eine Studie hat zudem gezeigt, dass durch regelmäßiges Ausdauertraining auch parodontale und gingivale Entzündungen zurückgehen können.
 
 


 

Das Interview zum Thema

TopFit 2013-04- Abb02
Dr. med. dent. Ilse-Phil Weber betreibt seit 1992 eine Praxis für ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und Ästhetik in München-Sendling (Kassen und privat).
Sie ist zusätzlich in Homöopathie und in Akupunktur ausgebildet und qualifiziertes Mitglied der GZM (Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e. V.).
Laufend Fortbildungen in zahnärztlicher Naturheilkunde und ästhetischer Zahnmedizin (u. a. in Hamburg, Berlin, Würzburg, New York und Las Vegas).
 
Frau Dr. Webers Schwerpunkte sind ganzheitlichbiologische Zahnmedizin und vor allem ästhetische metallfreie Restaurationen.
Sie ist qualifiziert in Umweltzahnmedizin und zertifiziert in ästhetisch-biologischer Faltenunterspritzung bei Lippen und Mund.
 
Infos: www.zahnarztpraxis-dr-weber.de
 
 

Frau Dr. Weber, UPT heißt das Schlagwort bei Parodontitis-Betroffenen. Was versteht man darunter?

Dr. Weber: Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Parodontitis nicht nur ein isoliertes Krankheitsbild ist, sondern eine systemische Erkrankung, die zudem sehr negative Auswirkungen auf die Gesamtgesundheit haben kann. Daher kann man die PA auch nicht quasi mechanistisch und isoliert behandeln, sondern es braucht eine differenzierte Diagnostik und eine lebenslange, ebenso differenzierte Therapie, nämlich die unterstützende PATherapie, kurz UPT.

 
 

Welche alternativen Behandlungen setzen Sie als ganzheitliche Zahnärztin ein?

Dr. Weber: Neben der unerlässlichen Kürettage und Reinigung der Zahnfleischtaschen suchen wir individuell nach Alternativen. Dazu gehören – je nach Patient – Ernährungsumstellung, homöopathische Antibiotika, ätherische Öle u. a. Als besonders hilfreich hat sich die Gabe von Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Rapsöl) erwiesen. Auch regelmäßiges Ausdauer- bzw. Schwimmtraining führt nachweislich zu einer Steigerung der lokalen Immunabwehr und damit zum Rückgang parodontaler Entzündungen.

 
 

Es scheint auch eine genetische Disposition zu geben. Hat man dann einfach Pech?

Dr. Weber: Das ist richtig, wir führen hierzu spezielle Blut- und Speicheltests durch, um den Immunstatus zu bestimmten. Ebenso richtig ist aber, dass bei rechtzeitiger und richtiger Behandlung einer PA fast immer Einhalt geboten werden kann. Allerdings ist die Behandlung langwierig. Deshalb sind regelmäßige Untersuchungen und die Mitarbeit der Patienten so wichtig.

 
 

Sie sind für ästhetische Zahnsanierungen bekannt. Was unternehmen Sie bei PA?

Dr. Weber: Bevor es zum Zahnverlust kommt, schöpfen wir alle Möglichkeiten der Zahnsanierung aus. Lange Zahnhälse und lockere Zähne schienen wir mit biokompatiblen Kompositen und einem Glasfaserbund. Auch Hyaluronsäure ist bei zurückgezogenem Zahnfleisch hilfreich. Man spritzt sie unter die Papille. Auf diese Weise verschwinden die unschönen leeren Dreiecke zwischen den Zähnen.
 
 


 
Untrennbar verbunden: PA-Therapie und Ästhetik

(TopFit 1/2014, Jg. 14, S. 14)

 

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TopFit 2013-04 Abb03 
 

Zähne sollen natürlich in erster Linie gesund sein. Doch auf der Wunschliste vieler Menschen steht auch das Aussehen: Abgesehen von der lückenlosen Normalstellung sollen Zähne möglichst weiß sein. Die gute Nachricht: Nun gibt es Produkte ohne Peroxid, die die Zähne aufhellen, ohne Zahnschmelz und Zahnfleisch anzugreifen.

Von Dr. Lena Kertag

 
 
Zähne von Europäern sind ausgesprochen selten strahlend weiß. Sie haben fast immer einen gelblich-bräunlich-gräulichen Ton. Im Lauf des Lebens hinterlassen zudem Kaffee, Wein, Nikotin, Medikamente etc. ihre Spuren mit Verfärbungen, Belägen und Zahnstein. Auch zahnwurzelbehandelte Zähne, kariöse Stellen und Füllungen können sich unschön verfärben.
 
Schöne, d.h. weiße Zähne – insbesondere im Frontbereich – waren schon unseren Altvorderen wichtig. Ende des 19. Jahrhunderts, als im Zuge eines stärker werdenden Hygienebewusstseins auch die Zahnpflege in den Blickpunkt rückte, gab es bereits erste Ansätze zur dentalmedizinischen Kosmetik. Gegen Verfärbungen, Beläge und Zahnstein ging man sowohl mit zahnärztlichen Instrumenten vor als auch mit allerlei Pulvern, Mundwässern und Poliermitteln. Eingesetzt wurden etwa Bimsstein oder säurehaltige Mittel, die den Nachteil hatten, dass sie den Zahnschmelz schädigten und die Mundschleimhaut angriffen.
 
Auch in unseren Zeiten galt bis vor Kurzem: Wer ein Hollywood-Lächeln will, kommt an Mitteln, die letztlich den Zahn(schmelz) schädigen, nicht vorbei. Denn auch das moderne Bleaching greift auf Chemikalien zurück, insbesondere auf Peroxid, das auch in Waschmitteln oder Haarfärbemitteln eingesetzt wird. Doch nun gibt es die ersten Peroxid-freien Produkte (Gele und Schäume), die eine effektive und nebenwirkungsfreie Aufhellung in Aussicht stellen.
 
 

Prophylaxe vor jeder Aufhellung

Wer seine Zähne aufhellen will – egal mit welcher Methode –, muss sie zuerst einmal reinigen lassen. Nötig ist dazu eine professionelle Prophylaxe in der Zahnarztpraxis, bei der u.a. alle äußeren und unter dem Zahnfleisch liegenden Beläge (Konkremente) entfernt werden – und bisweilen ist das Ergebnis einer solchen Prophylaxe schon ästhetisch befriedigend.
Danach kann ein Bleaching durchgeführt werden, bei dem die Zähne um ein bis zwei Nuancen aufgehellt werden können. Das Ergebnis des Bleachings hält (in der Zahnarztpraxis durchgeführt) ein bis zwei Jahre an, bei frei verkäuflichen Mitteln für Zuhause etwa ein halbes Jahr.
 

Links: Zähne mit Raucherbelag vor der professionellen Prophylaxe. Rechts. Zähne nach zwei Wochen Tiefenreinigung.

Fotos: BeconfiDent Deutschland GmbH


Links: Zähne mit Raucherbelag vor der professionellen Prophylaxe.
Rechts: Zähne nach zwei Wochen Tiefenreinigung.
 
 

Schadstoffe vermeiden

Bei einem herkömmlichen Bleaching sollte man immer bedenken: Bleaching-Mittel sind sehr aggressiv, insbesondere gegenüber dem Zahnfleisch. Es gibt zudem keine Studien zu den langfristigen Auswirkungen auf die Zahngesundheit – und wie ganzheitliche Zahnmedizinier beanstanden: auf die Gesamtgesundheit. Denn das Credo der ganzheitlichen Zahnmedizin »kranke bzw. geschädigte Zähne beeinflussen alle Organe des Körpers« wird durch immer mehr Studien bestätigt. Besonders gut dokumentiert ist mittlerweile der Zusammenhang von Parodontitis und Herzerkrankungen. Auch die möglichen Unverträglichkeitsreaktionen sind vielfältig. Deshalb standen ganzheitliche Zahnmediziner dem Bleaching skeptisch gegenüber. Mit den neuen Peroxid-freien Mitteln wird nun ein Schritt in die richtige Richtung gemacht – in Richtung Kombination von ganzheitlicher (Zahn-)Medizin und Ästhetik.
 
 


 

Das Interview zum Thema

TopFit 2013-04- Abb02
Dr. med. dent. Ilse-Phil Weber betreibt seit 1992 eine Praxis für ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und Ästhetik in München – Sendling (Kassen und privat). Sie ist zusätzlich in Homöopathie und in Akupunktur ausgebildet und qualifiziertes Mitglied der GZM (Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e .V .).
Laufend Fortbildungen in zahnärztlicher Naturheilkunde und ästhetischer Zahnmedizin (u .a . in Hamburg, Berlin, Würzburg, New York und Las Vegas).
 
Frau Dr. Webers Schwerpunkte sind ganzheitlich-biologische Zahnmedizin und vor allem ästhetische metallfreie Restaurationen.
Sie ist qualifiziert in Umweltzahnmedizin und zertifiziert in ästhetisch-biologischer Faltenunterspritzung bei Lippen und Mund.
 
Infos: www.zahnarztpraxis-dr-weber.de
 
 

Frau Dr. Weber, ganzheitliche Zahnmedizin betrachtet den ganzen Menschen – was bedeutet das?

Dr. Weber: Eingriffe in die biologische Integrität von Menschen gehören heute quasi zur Normalität. Chirurgen, Orthopäden und andere Fachärzte, aber auch Zahnärzte und Kieferchirurgen bringen Fremdmaterialien in den Körper von Patienten ein. Hinzu kommen medikamentöse und hormonelle Behandlungen. Immer häufiger werden auch Eingriffe, die rein kosmetischer Natur sind, vorgenommen. Dies gilt, was Zahnärzte anbelangt, etwa für Bleachings genauso wie für manchen Zahnschmuck. Doch jeder auch noch so begrenzte »lokale« Eingriff kann Auswirkungen auf den ganzen Körper haben – mit Nebenwirkungen und eventuellen Folgeerkrankungen. Die ganzheitliche Zahnmedizin will solche Risiken möglichst eliminieren und widmet sich daher gezielt unverträglichen Materialien und anderen Störfaktoren sowie insbesondere auch der Allgemeingesundheit von Patienten. Jede Zahnerkrankung, schon jede Störung der Kaumuskulatur kann unseren Organismus durcheinanderbringen und zu Erkrankungen in anderen Teilen des Körpers führen. Umgekehrt können sich körperliche Störungen in den Zähnen zeigen. Was die Zahnsanierung anbelangt: Wir legen Wert auf möglichst schonende Eingriffe und arbeiten mit nichtallergenen biokompatiblen Materialien, die zudem individuell auf ihre Verträglichkeit getestet werden. Manche Patienten haben ein höheres Risiko für (chronische) Entzündungen oder für allergische Reaktionen – dies kann man testen. Und leider haben wir immer mehr Patienten mit chronisch entzündlichen Prozessen im Mundbereich, die sich schleichend entwickeln, aber irgendwann auch an anderer Stelle Beschwerden hervorrufen.

 
 

Wie beurteilen Sie in diesem Zusammenhang die neuen Bleaching-Mittel, die ohne Peroxid auskommen?

Dr. Weber: Das sehe ich zunächst natürlich positiv. Ich strebe bei Zahnsanierungen auch immer eine ästhetische Lösung an, denn Gesundheit und Schönheit gehen Hand in Hand. Aber natürlich testen wir auch solche Mittel auf eventuelle Unverträglichkeiten bei unseren Patienten. Denn es gilt: An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch.
 
 


 

Lust auf natürlich weiße Zähne?

(TopFit 4/2013, Jg. 13, S. 7)

 

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Karies entdecken ohne Röntgen

(TopFit 3/2012, Jg. 12, S. 10)

 

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Parodontits (TopFit 1/2012, Jg. 12, S. 10)

Parodontitis (TopFit 1/2012, Jg. 12, S. 10)

 

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TopFit 3/2011, Jg. 11, S. 12

TopFit 3/2011, Jg. 11, S. 12

 

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TopFit 2/2011, Jg. 11, S. 14

TopFit 2/2011, Jg. 11, S. 14

 

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TopFit 1/2011, Jg. 11, S. 13

TopFit 1/2011, Jg. 11, S. 13

 

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